Die einfache Alternative – Einschlagbodenhülsen
Im Gegensatz zu Pfostenträgern, die sich eher für große Aufbauten wie Carport oder Gartenhaus eignen, können Einschlagbodenhülsen für kleinere Projekte um Haus und Garten Verwendung finden. Praktisch ist, dass Einschlagbodenhülsen zwar auch betonierbar sind, aber nicht unbedingt Beton zur Stabilität benötigen. Sie sind für alle Vorhaben, bei denen eine leichte bis mittelstarke Bodenverankerung benötigt wird, geeignet.
Einschlagbodenhülsen für die Montage von Zäunen
- Vorbohren
Zuerst bohrt man mit einem sehr großen und langen Bohrer den Erdboden vor. Das sollte behutsam geschehen, da zwischendurch Steine oder harte Wurzeln im Boden liegen können. Die Tiefe des Bohrlochs ergibt sich aus der Tiefe der Bodenhülsen. Für mehr Stabilität und Zugbelastung ist eine tiefere Verankerung zu wählen. Die Bohrungen werden für alle einzusetzenden Einschlagbodenhülsen vorgenommen.
- Fixieren
Grundsätzlich sollte man die Einschlagbodenhülsen zuerst per Hand im Boden fixieren und dann die Ausrichtung mit der Wasserwaage vornehmen. Dann beginnt das Eintreiben der Einschlagbodenhülsen mit dem Vorschlaghammer. Hat man eine Einschlaghilfe, so setzt man diese auf die Einschlagbodenhülsen und fängt mit kurzen, leichten Schlägen das Einbringen an. Statt der Einschlaghilfe kann man auch einen passenden Holzklotz verwenden, um darauf zu schlagen.
- Befestigen
Ist der Anfang gemacht und die Hülse sitzt schon fest, können die Schläge größer und kraftvoller ausgeführt werden. Schließlich schlägt man so lange, bis die Hülse auf der gewünschten Höhe steckt. Sind alle Einschlagbodenhülsen im Boden verankert, müssen sie nochmals mit der Wasserwaage justiert werden. Dann kann das Einschrauben der Zaunpfosten durchgeführt werden. Die Pfosten werden in die passenden Bodenhülsen gesteckt und mit speziellen Schrauben darin befestigt.
Betonverankerung – hilfreich und nützlich
Das dargestellte Schema für die Montage von Einschlagbodenhülsen gilt grundsätzlich für jede Art der Verwendung. Der Halt kann aber zusätzlich durch das Einbetonieren vervielfacht werden. Dafür verwendet man Beton-Fertigbaustoff, der bereits zum Gebrauch gemischt wurde und lediglich noch mit Wasser anzurühren ist
- Ausgießen
Nun muss für jede Einschlaghülse eine Bodenöffnung ausgegraben werden, von 50 bis 80 Zentimetern Tiefe und einer Fläche von etwa 40 x 40 Zentimetern. Zu den genauen Maßen kann man sich im Einzelfall beraten lassen. Dann werden die Einschlagbodenhülsen provisorisch, beispielsweise mit Kanthölzern, in der Vertiefung fixiert und das Loch wird mit Beton aufgefüllt. Der Beton muss anschließend nach Herstellerangaben aushärten. Im Anschluss können wie bereits beschrieben, die Pfosten eingeschraubt werden und das Zaunmaterial wird angebracht.
Weitere Verwendungsmöglichkeiten – universell an Haus und Garten
Einschlagbodenhülsen können, außer zur Zaunbefestigung, beispielsweise für die Montage eines kleinen Garten- oder Gewächshauses genutzt werden. Auch für das Anbringen von Blumen-Klettergerüsten, Aufhängen von Blumenampeln oder das Errichten einer Pergola im Freien eignen sich die Bodenhülsen. Ebenso kann man das Aufstellen von Früh- und Hochbeeten mit Einschlagbodenhülsen sehr vereinfachen. Das Errichten eines Brennholzverschlags kann mit Bodenhülsen ebenso vorgenommen werden wie das Anbringen eines Sonnensegels oder Sonnenschirms. Und auch Wäscheleinen und Stangen zum Aufhängen oder zum Ausschlagen von Teppichen sind mit Bodenhülsen gut zu befestigen.
Spielen ohne Grenzen
Stangen und Mäste, beispielsweise für Fahnen, Begrenzungs-Elemente von Spielfeldern für sportliche Aktivitäten, Basketball-Körbe und Tore für Fuß- oder Handball können außerdem mit den praktischen Einschlagbodenhülsen montiert werden. Spielgeräte für Kinder, Schaukeln, Spieltürme, Abenteuerspielplätze, Holzhäuser und Trampoline kann man mit Einschlagbodenhülsen befestigen. Auch Hängematte und Hollywoodschaukel lassen sich mit Einschlagbodenhülsen dingfest machen. Und schließlich gibt die Bodenhülse im Winter auch dem Vogelfutterhaus den notwendigen Halt.